Mi, 03.10.2018

Kälte, Nässe, Dunkelheit – Einsatzalltag im Technischen Hilfswerk


Diesmal nur eine Übung, aber so sieht es ja meist auch im Ernstfall aus.

Samstag, 29. September, 16.00 Uhr: Übungsbeginn für den Technischen Zug mit der Fachgruppe Wassergefahren des Ortsverbandes Ratzeburg.
Als Szenario wurde eine große Verunreinigung durch Mineralöl auf einer Wasserfläche angenommen. Durch das beim THW Ratzeburg vorhandene Spezialgerät zur Ölschadensbekämpfung soll es beseitigt werden.

Die 20 Einsatzkräfte vom THW erreichen geschlossen einen sogenannten Bereitsstellungsraum in der Nähe des Übungsortes. Zügig wurde dort das nötige Gerät abgeladen und auf die bereitstehenden THW-Boote verlastet, denn nur auf dem Wasserweg konnte der Schadensort erreicht werden. Alles vom THW-Helfer über Ölsperren bis hin zum Beleuchtungsgerät wurde dorthin transportiert.

18.00 Uhr: Es begann zu dämmern. Als erste Maßnahmen wurde der Grund für die Ölverschmutzung auf dem Gewässerteilstück gesucht und Ölsperren zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung ausgebracht.
Schnell wurde klar, dass wird ein lange Nacht.

19.00 Uhr: Immer wieder wurde weiteres Material mit den Einsatzbooten vom Bereitstellungsraum an den Übungsort gebracht sowie Helfer hin und her transportiert. An beiden Orten wurde die Beleuchtung aufgebaut. Gleichzeitig wurde mit der eigentlichen Ölbeseitigung durch Spezialgeräte wurde begonnen.
Zwischendurch wurden alle Kräfte verpflegt.

21.00 Uhr: Der Bürstenskimmer frisst sich durch die verunreinigte Wasserfläche. Das separierte Öl wird in großen Behältern aufgefangen. Die Einsatzkräfte arbeiten unermüdlich.
Aufziehender, dichter Nebel und Dunkelheit erschwert den Bootführern die Sicht.
Obwohl es nur eine Übung war, ist die Anspannung wie in einem Echteinsatz spürbar.

23.00 Uhr: Es kann Entwarnung gegeben werden. Die Ölbeseitungsarbeiten sind fast beendet. Langsam wird mit dem Rückbau begonnen. Wieder pendeln die Boote und legen die Strecke zwischen dem fiktiven Schadensort und dem Bereitstellungsraum zurück.

Sonntag, 30. September, 01.00 Uhr: Meldung an den Einsatzleiter - Gerät vollständig verladen, Mannschaft auf den Fahrzeugen, Abmarschbereitschaft hergestellt.  

02.00 Uhr: Übungsende. Außentemperatur 3 Grad. Eine lange Übungsnacht geht zu Ende. Erschöpfte Gesichter bei der Nachbesprechung.
Alles sind sich einig: wir können es noch und haben es heute wieder gezeigt!

  • 20180929_190235
  • 20180929_195808
  • 20180929_212742
  • 20180929_213102
  • 20180929_213244
  • 20180929_213947
  • 20180929_214204
  • 20180929_215726
  • 20180929_215735




Mehr dazu auf Facebook THW Ratzeburg.